Haiku zur Osterzeit

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(C) Sandra Gau

Lyrische Worte zum Osterfest zu erfinden, das lieben die Kinder, denn sie wissen, sie dürfen sich darin frei bewegen.

Akribisch zählen sie im Haiku ihre bis zu 17 Silben und freuen sich über jede selbst erschaffene Zeile. Diese japanische Gedichtform setzt sich mit der Natur auseinander, die jetzt erblühen möchte. Und nicht nur die Natur, sondern auch mein Gedankenreich.

Aufbau eines Haikus

Die japanische Gedichtform Haiku existiert bereits seit ungefähr 500 Jahren. Insgesamt besteht es aus höchstens 17 Silben, das sich in drei Zeilen beispielsweise so aufteilen kann:

1. Zeile = 5 Silben

2. Zeile = 7 Silben

3. Zeile = 5 Silben

 

In einem japanischen Haiku wird sich mit der Beschreibung der Natur auseinandergesetzt. Es charakterisiert das Ereignis einer Beobachtung und steht immer in der Gegenwart (Präsens). Dabei soll es ein Gefühl erwecken, das sich nur dem Augenblick widmet. Diese Gedichtform enthält zumeist Unausgesprochenes zwischen den Zeilen, das natürlich der Leser selbst erkennen soll. Ein Haiku ist gerade im Grundschulbereich eine schöne Abwechslung, wenn es um Silbenlesen geht oder auch um Silbentrennung. Die Lernenden befassen sich auf diese Weise sehr intensiv mit dieser Thematik und sind zumeist mit Freude dabei.

Haiku zu Ostern

Ostern in der Natur
Bootsaison lässt rufen
Sonnenschein pur.

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Bunte Nester leuchten
aus einem knospenreichen Busch.
Naturfreund

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Zwitschernde Stimmen,
suchende Kinder im Grün`
farbige Nester.

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Frischer Osterstrauch
auf dem Gartentisch
mit vielen bunten Eiern.

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Osterbrauch
Weidenkätzchen in der Vase
lässt alles erblüh’n.

 


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