Vortrag über Hochsensibilität

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Montagabend. Der Saal war halb gefüllt. Bei dem Anblick fühlte ich mich leicht überfordert. Es interessieren sich doch mehr Menschen für Hochsensibilität, als ich vorher dachte. So sehnte ich mich ursprünglich nach einer kleinen Runde mit zirka zehn leichgesinnten, vertreten in beinahe allen Altersklassen. Eine Runde, die vielleicht sogar eine bleibende Gruppe im Anschluss selbst helfend ins Leben ruft. Nun gut. Ich gesellte mich also mittig in die dritte Reihe neben zwei Mädels mit lebenslustiger, positiver Ausstrahlung, die schätzungsweise meinem Alter entsprachen. Von da aus konnte ich das Geschehen bestens verfolgen.

Die Referierende begann ihr Programm recht pünktlich und bezog uns allesamt direkt mit ein. Es musste sich niemand vorstellen. Nein. Sie blieb einfach mit uns im Dialog. Geniale Entscheidung. So kann wenigstens niemand einschlafen. Doch ich hielt mich zurück. Den gesamten Abend. Ich folgte den Worten der Gleichgesinnten. Diesen Worten folgte ich bald vielmehr als die der Referierenden. All die persönlichen Erfahrungen saugte ich auf wie einen Schwamm. Im Inneren tat sich ein großer Kessel auf, in dem ich alles speicherte und mit meinem eigenen Leben verglich. Ich entdeckte ziemlich viele Gemeinsamkeiten und vor allem, dass ich intuitiv schon alles richtig mache.

Ist unser Adrenalinspiegel am oberen Pegel angelangt, kommen wir alle nur schwer aus der Situation heraus. Spüren wir Negatives in unserer unmittelbaren Nähe, werden wir unruhig. Dann müssen wir hinaus in die Natur.

Andere beschrieben, dass klassische Musik sie beruhige oder das seitenweise Schreiben. Ich muss definitiv hinaus in die Natur. Die Bewegung, die frische Luft, das Zwitschern der Vögel, die Ruhe - all das lässt den Adrenalinspiegel sinken. Normale Atmung ist dann wieder möglich.

Noch wieder andere können in der Situation Yoga, Qigong oder Pilates machen. Mir wäre dieser Sport in dieser Situation zu ruhig.

Leben mit Hochsensibilität

Spüren, wenn es einem anderen schlecht geht; spüren, wenn negative Stimmung aufkommt; Kopfkarussell dulden, wenn sich das Leben gerade verändert; mitmenschliches Unverständnis akzeptieren; Gefahr weit im Voraus wahrnehmen; ... - dies und ganz viel mehr gestaltet unseren Alltag.

Das Leben mit Hochsensibilität ist in der heutigen schnelllebigen Zeit ganz besonders schwer. Ruhezeiten sind für uns ganz besonders wichtig, um beispielsweise aufzutanken, Geschehenes zu verarbeiten, runterzukommen. Heilströmen hilft dabei. Das konnte übrigens die Referierende nur zeigen, aber nicht benennen.

Fazit zum Vortrag über Hochsensibilität

Der Vortrag zeigte mir am Ende, dass ich schon alles weiß, und sogar mehr als die referierende Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Psychotherapie. Dazu gelernt habe ich lediglich, dass es Psychologen gibt, die Hochsensiblen diverse Übungen in einem speziellen Trainingsprogramm mitgeben, um beispielsweise in brenzligen Situationen schnell wieder herunterzukommen.

In meiner Gegend habe ich mittlerweile eine Adresse gefunden, die pro Sitzung 90 Euro nimmt.

 

Ich suche noch weiter und bis dahin nutze ich meine altbewährte Lösung: raus in die Natur.

In diesem Sinne

sonnige Wochenendgrüße!

 

P.S. Wer in Dorsten lebt, sollte sich unbedingt an Dörthe Huth wenden.

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