Der verborgene Garten von Kate Morton

Der verborgene Garten - drei zeitliche Ebenen, drei Teile, eine rätselumwobene Vergangenheit, ein gut gehütetes Familiengeheimnis und alles spannend verpackt. Kate Morton verführt ihre Leser an den Beginn des 20. Jahrhunderts und setzte sich mit der Thematik auseinander, was in einem Menschen vor sich geht, der seine leiblichen Eltern nicht kennt. Es ist eine Zerreißprobe zwischen den Zieheltern und dem Ungewissen. Und plötzlich fühlt man sich ganz allein.

 

Nachdenklich stimmend, gefühlvoll und mit jeder Seite packend wie ein Krimi, gebettet in einer Familiensaga.

 

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Der verborgene Garten

Kate Morton

 

Verlag: Diana Verlag

ISBN: 978-3-453-35476-0

Taschenbuch: 638 Seiten

Preis: 9,95 €


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»Der Ursprung ist der Kern,

auf den wir uns betten.«

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Worum geht es?

Cassandras Oma stirbt und sie hinterlässt ihr ein Cottage an der Küste Cornwalls. So fliegt sie von Australien nach England, um die Spuren der Vergangenheit zu erforschen. Sie weiß, dass ihre Großmutter nicht bei ihren leiblichen Eltern aufgewachsen ist. Doch hat sie je erfahren, wer es nun wirklich war? Und warum besaß sie überhaupt am anderen Ende der Welt ein Häuschen? Alles Fragen, die Cassandra lösen möchte, schließlich sind es auch ihre eigenen Vorfahren. Doch bei ihren Recherchen entdeckt sie ein lang gehütetes Geheimnis, das seinen Anfang im Blackhurst Manors Garten nahm. Zwei Freundinnen, die auch gleichzeitig Cousinen sind, gehen einen Pakt ein, der das Schicksal der kommenden Generationen noch prägt.

Meine Gedanken

Ich fühle mich heute noch - nach einer Woche - gefangen von den Geschehnissen, die ich in diesem Buch zu lesen bekam. Wie verbissen manche Menschen sein können und welchen Schaden sie dabei für die Nachkommen anrichten. Wie herzlos vor hundert Jahren und die Zeit davor gehandelt worden ist. Die Zerreißprobe mit der Nell seit ihrem 21. Lebensjahr leben muss, nicht zu wissen, wer ihre Eltern sind. Erst mit sechzig, kurz vor dem Tod ihres Ziehvaters, einen ominösen Koffer zu bekommen, der Spuren aus ihren ersten vier Lebensjahren enthält, denen sie selbstverständlich nachgeht. Ja, spannender kann man den Plot nicht füllen. Sehr bewegend.

 

Was mich zu diesem Buch führte, waren die Worte: Familiengeheimnis, verwunschener Garten, eine adlige Familie und wieder einmal das Cover. Eine geschwungene Treppe, die nach oben führt, rechts und links rankelt der Efeu empor. Es wirkt schon sehr geheimnisvoll, weil man nicht sehen kann, was dahinter im Verborgenen liegt.

Interessant fand ich den Zeitenwechsel und das Einspielen von Märchen. 1900 - 1975 - 2005 - mehrere Generationen hüten ein Geheimnis. Die Märchen passen zur Handlung der vor hundert Jahren. Das Spiel mit der Sprache ist Kate Morton absolut genial gelungen. Und was mich auch immer wieder fasziniert, dass man oft am Autor sehen kann, was er selbst gern an Klassikern gelesen hat. Kate Morton scheint »Der geheime Garten« von Frances Hodgson als Vorbild genommen zu haben. Das sieht man an den Stellen, als Eliza das Schloss erkundet und das

Labyrinth für sich entdeckt, vor allem den Garten, der sich dahinter befindet.

Fazit

5 Sterne

Geschichten, die Familiengeheimnisse als Hauptthema beinhalten, sind wirklich immer spannend. Kate Morton ist dies bestens gelungen und auch Corinna Bomann mit ihrer Schmetterlingsinsel. Wer Altes mit Neuem gern verwoben liest, der sollte Kate Morton unbedingt in seinem Regal haben. Ein »dicker Schinken«, der sich zu lesen lohnt.

Wissenswertes zu Kate Morton

Kate Morton - eine junge Autorin, die bereits drei Bücher in die Bestsellerlisten befördern konnte. Zu Recht! Sie studierte Theaterwissenschaften und Englische Literatur. Erst startete sie einen kurzen Trip in die Schauspielkunst, entdeckte dann jedoch die Gabe des Schreibens. Weitere Romane von ihr sind:

  • Das geheime Spiel
  • Die fernen Stunden
  • Die verlorenen Spuren

In einem Interview verriet sie einmal, dass das Thema Familiengeheimnis sie selbst sehr fasziniert. Das Einbringen von Märchen tut ihr übriges. Sie selbst meint, es gebe keine Familie auf Erden, die keine Geheimnisse haben. Wenn ihre Freundinnen Gegenteiliges behaupten, sträube sie sich. Ebenfalls eine interessante These, die mich zum Nachdenken anregt. Euch auch?


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